Längster Satz der laufenden Saison 37:39
Wuppertal TITANS halten amtierenden Meister in Atem
Wuppertal (22. März, nls). Die Punkte gegen den amtierenden deutschen Meister im gestrigen Heimspiel waren zum Ziel Klassenerhalt nicht einkalkuliert. Dieses Vorgehen bestätigte sich als richtig, konnte der VfB die Begegnung mit 3:0 für sich entscheiden. Im zweiten Satz jedoch zeigten die Wuppertaler, dass man auch den deutschen Meister in Atem und auf Trab halten kann. Mit dem bislang längsten Satz der endenden Saison mit einem Endstand von 37:39 zeigten die TITANS Können, Kampfeswillen und Spielstärke. „Wir haben mit dem Spiel heute gezeigt, was wir die ganze Saison über schon geleistet haben: So einfach ist es mit einem Sieg gegen uns eben nicht.“, so Cheftrainer Jens Larsen.
Die Saison sei insgesamt positiv verlaufen. „Als Däne habe ich mich dafür eingesetzt und ich finde, jeder kann es erleben, dass sich in Wuppertal was bewegt.“, so Larsen weiter. „Dafür haben wir uns alle eingesetzt. Und es hat funktioniert.“
Dass die Wuppertaler erneut gezeigt haben, was sie zu leisten in der Lage sind, wurde auch vom VfB Trainer, Stelian Moculescu, der als einziger Trainer in dieser Saison der Einladung zur üblicherweise gemeinsamen Pressekonferenz nicht folgte, in einer Meldung seines Clubs bestätigt. Insbesondere räumte er dabei ein, seine eigene Mannschaft habe schon den ersten Satz signifikanter gewinnen müssen. Im zweiten Satz habe man sogar gezittert.
"Wir haben schon mit den Nerven gekämpft. Jeder Satz war spannend.“, so Gergely Chowanski, Kapitän der Wuppertal TITANS. „Ich bin mit einem lachenden und einem weinenden Auge dabei. Wenn man sieht, wie wir uns zusammengerauft haben, dass ist es einfach schade, dass wir in der Hinrunde das ein oder andere Spiel Punktemäßig nicht mitgenommen haben.“ Aber der erreichte Klassenerhalt mache auch glücklich und zufrieden.
"Ich kann Gergely nur zustimmen.“, so Peter Lyck-Hansen. „Heute war das erste Spiel, das wir ohne irgendwelchen Druck haben spielen können. In dem wir einfach mal Spaß haben konnten. Und den hatten wir.“ Über den Verlauf der Saison zeigte sich Topscorer Lyck-Hansen ebenfalls begeistert: „Ich freue mich total, dass wir es geschafft haben.“
In Gesamtschau der Saison sei eine tolle Leistung erbracht worden. „Bei der Umstellung, die wir alle zu bewältigen hatten, ist das Ergebnis über das Maß bemerkenswert.“, so Larsen. „Da kamen zwei Herren aus der Wirtschaft in den Sport und wir mussten lernen, dass zum Volleyball-Profisport nicht nur spielen gehört.“ Erst durch die Veränderungen hätten alle begriffen, was alles dazu gehört, um eine Saison zu bestreiten. „Dadurch hat es auch länger gedauert, bis jeder seinen Platz im Gefüge gefunden hat.“ Aber das habe sich gelohnt.
Mit den Worten „besser spät, als nie“ und mit einem großen Dank an alle Helfer, Fans, Spieler und Partner schlossen die Manager der Wuppertal TITANS die Pressekonferenz. Dabei appellierte Thorsten Westhoff nochmals eindringlich an Partner: „Wir haben sportlich alles gegeben. Jetzt müssen wir den Etat noch kräftig aufstocken, damit wir aus einem sieben Mann Kader in der kommenden Saison tatsächlich einen 12 Mann-Kader machen können.“, so Westhoff. Der Lizenzantrag werde am Montag bei der Liga eingereicht. Die formalen Anforderungen in punkto Etat erfülle man bereits zu 100 Prozent.
Das Spiel im Kurzabriss: 0:3, 19:25, 37:39, 18:25. Turn-Around im zweiten Satz beim Punktestand von 20:24.
Sicherer Klassenerhalt wird für befreiten Aufschlag gegen VfB Friedrichshafen sorgen
Wuppertal TITANS gehen selbstbewusst in letztes Heimspiel
Wuppertal (19. März, nls). Am kommenden Samstag heißt es zum letzten Mal „Wuppertal TITANS gegen“. Das letzte Heimspiel der Erstligisten aus dem Bergischen Land gegen den amtierenden Deutschen Meister wird die vorletzte Begegnung der endenden Saison überhaupt sein. Dass die TITANS schon vor diesem Spiel den Klassenerhalt sicher haben, war vor 24 Stunden noch nicht klar. „Wir haben allen gezeigt, was mit mannschaftlicher Geschlossenheit, Moral und Siegeswillen möglich ist.“, so Jens Larsen, Chefcoach der Wuppertaler. „Jetzt können wir am Samstag gegen den VfB Friedrichshafen befreit aufspielen und unseren Fans ein tolles Spiel und einen schönen Saisonabschluss bieten.“ Dies sei nicht nur eine bemerkenswerte Leistung für die Saison, sondern vor allem auch eine Leistungssteigerung gegenüber der letzten Saison. „Dieses Mal wissen wie einen Spieltag früher, dass wir es geschafft haben.“, so Larsen weiter.
Durch die Niederlage des VCO Leipzig am gestrigen Spieltag gegen Pokalsieger Generali Haching sind die Wuppertal TITANS nun endgültig nicht mehr auf einem Abstiegsplatz.
Völlig überraschend ist, dass die Wuppertal TITANS nicht nur ihr Ziel Klassenerhalt erreicht haben. Durch die Niederlage des SG Eschenbacher Eltmann gegen den SC Moers rangieren die TITANS jetzt sogar auf Platz neun der Tabelle.
„Es ist nach einer solchen Saison ein unglaublich befreiendes Gefühl, das Ziel, den Klassenerhalt, schon drei Spieltage vor Saisonende erreicht zu haben.“, freut sich Gergely Chowanski, Kapitän der Wuppertal TITANS. „Vor allem, weil wir nur mit sieben Spielern in die Saison gestartet waren und manch einer uns tot glaubte, noch bevor die Saison überhaupt begonnen hatte.“
Thorsten Westhoff, Manager der Wuppertal TITANS, verfolgte die Partie in Leipzig am Liveticker der Bundesliga. „Als der letzte Punkt gespielt war, war ich völlig aus dem Häuschen.“, so Westhoff. „Nach der Niederlage in Leipzig am 1. Februar waren wir eigentlich tot. Vier Punkte hinter den Sachsen. Zwei Spieler in diesem Match mit Verletzungen ausgeschieden. Den Dreh haben wir im Spiel gegen die Eschenbacher Eltmann hinbekommen: Da hatten alle verstanden, dass das Erreichen des erklärten Ziel Klassenerhalt auf Messers Schneide steht.“
Viele Entwicklungen der ablaufenden Saison waren ungewöhnlich. Der kleine Kader, der Einsatz von Jens Larsen als Spielertrainer, die Selbstreflexion der Mannschaft durch Forderung des Managements Ende November, der Einsatz von Burkhard Sude.
Es gab aber Vieles, was normal war: gute Form der Spieler. Schlechte Form der Spieler. Spielverluste. Siege.
Doch vor allem gab es eines: eine unterm Strich zielgerichtete, erfolgreiche Arbeit des Trainerstabs und der Spieler auf das Ziel Klassenerhalt hin. Und eine ehrenamtliche Managementleistung, die für finanzielle Stabilität und Ausgeglichenheit sorgt.
Es bleibt auch in den beiden letzten Spielen der Saison spannend. Die ungehemmte Vorfreude auf die Saison 2009/2010 wird die Leistungsstärke der Wuppertaler eines nicht: bremsen.
Das letzte Heimspiel der Saison findet am 21. März statt. Veranstaltungsort ist das letzte Mal in dieser Saison die Halle im Bayersportpark, Unten Vorm Steeg. Einlass ab 18.00 Uhr, Anpfiff 19.00 Uhr.
Wuppertal TITANS kurz vor dem Ziel
3:0 gegen den VCO Berlin wichtiger Sieg für den Klassenerhalt
Wuppertal (16 März, nls). Mit einem schnellen Start und dem sicheren Ausbau der Führung im ersten Satz fanden die Wuppertal TITANS beim entscheidenden Heimspiel gestern von Anfang an ins Spiel. Die Stimmung in der Halle im Bayer Sportpark war über die gesamte Begegnung hinweg top und gab der Mannschaft aus dem Bergischen Land den notwendigen Antrieb. „Ich kann nicht sagen, dass wir es mit dem heutigen Sieg hundertprozentig geschafft haben, in der Liga zu bleiben.“, so Jens Larsen, Cheftrainer der Wuppertal TITANS. „Aber ich kann sagen, dass ich stolz bin, dass und wie die Spieler dem Druck standgehalten haben, was sie geleistet haben. Wirklich an alle ein großes Lob.“
Vor allem auch die Spieler zeigten sich mit ihrer Leistung zufrieden. „Wir haben heute auf allen Positionen eine überragende Leistung gebracht.“, so Thilo Späth, Libero der Gastgeber. „Wir konnten die Berliner gut unter Druck setzen. Das hat uns Punkte gebracht.“ Späth war sich sicher, das Spiel für den eigenen Club zu entscheiden.
Auch Gerrit Zeitler, der nach dem anfänglichen Einsatz auf verschiedenen Positionen auf AnnahmeAußen seine Bestimmung gefunden hat, zeigt sich mit dem Spielverlauf und –ergebnis ebenso zufrieden, wie mit einer eigenen Entwicklung: „Ich habe zwar auch im Mittelblock oder mal diagonal gespielt. Aber ich wollte immer AnnahmeAußen spielen. Daran habe ich hart gearbeitet. Zeitler nach dem gestrigen Spiel. „Meine Annahme ist immer besser geworden. Man sieht also: Wenn man will, dann geht´s.“
Das hohe Tempo des ersten Satzes konnten die Wuppertaler nicht über die gesamte Spieldistanz halten. „Nach einen so fulminanten Start ist klar, dass dieses Tempo und diese Präzision nicht über die gesamte Begegnung zu halten sind.“, so Thorsten Westhoff, Manager der Wuppertal TITANS. Wichtig sei das Ergebnis. „Die Punkte haben wir zwingend gebraucht. Und wir haben sie erspielt.“ Das habe man geschafft, obwohl der VCO Berlin ein ernst zu nehmender Gegner sei. „Für den Klassenerhalt war es aber auch wichtig, dass Moers heute in Leipzig gewonnen hat.“ Sonst sei wieder deutlich enger geworden. „Wir brauchen Sport, wir brauchen Spitzensport in Wuppertal. Wenn wir es sportlich geschafft haben, dann müssen wir noch mehr Partner finden. Denn wir müssen uns auch finanziell entwickeln, um uns breiter aufzustellen.“ Die bereits aktiven Sponsoren und Netzwerkpartner hätten aber zum Teil ihr Budget für die kommende Saison erweitert. „Aber insgesamt brauchen wir schon noch ein wenig. Zuviel kann es nicht sein.“, so Westhoff zur wirtschaftlichen Planung der kommenden Saison.
Trotz des 3:0 Sieges gab des streckenweise durch Tempoverlust und Ehrgeiz des VCO Berlin Momente des Bangens, das Spiel könne sich ungünstig drehen. Im dritten Satz konnten die TITANS erst ab dem Stand von 9:12 wieder wichtige Punkte für sich holen. Gutes Blocken durch Gergely Chowanski, Lars Dinglinger und Dirk Grübler sorgte für die Wende im richtigen Moment.
Das Überraschungsmoment der Partie lag in der Einwechslung von Dr. Burkhard Sude, der im zweiten Satz beim Punktestand von 22:12 auf das Feld geschickt wurde. „Burkhard hat viel Ruhe in die Mannschaft gebracht. Nachdem Florian Wilhelm nicht seinen besten Angabetag hatte, lag die Entscheidung nahe, Burkhard einzusetzen.“, so Larsen. Mr. Volleyball spielte den zweiten Satz zu Ende.
Der Gegner zeigte sich überrascht. Trainer Söhnke Hinz gratulierte den Wuppertalern. „Glückwunsch an die TITANS. Sie haben in der Saison Tolles geleistet. Der Erhalt eines so traditionsreichen Standortes ist wichtig.“, so Hinz auf der Pressekonferenz. „Meine Spieler müssen wieder lernen, mit Druck umzugehen. Daher hatte ich vor dem Spiel öffentlichen Druck aufgebaut. Denn dem müssen sie in den Qualifikationsspielen zur Junioren-Weltmeisterschaft auch standhalten.“
Das Spiel in Zahlen: 3:0, 25:11, 25:13 und 25:23, 66 Minuten.
TITANS müssen siegen
VCO will Spiel gewinnen
Wuppertal TITANS setzen sportlichen Ehrgeiz dagegen
Wuppertal (12. März, nls). Mit dem Heimspiel am kommenden Sonntag starten beide Teams der Begegnung die letzte Trilogie der Spiele der ablaufenden Saison. „Ob wir das Hinspiel überraschend gewonnen haben, wie der Berliner VCO konstatiert, mag dahin gestellt sein.“, so Jens Larsen, Cheftrainer der Wuppertal TITANS. „Feststeht nur: Wir wollen gewinnen. Wir müssen gewinnen, um den Klassenerhalt auch sportlich zu schaffen.“
Die soeben bekannt gewordene Zahlungsunfähigkeit des VC Leipzig ändere an der Gesamtsituation überhaupt nichts „Im Gegenteil: Abstiegsplatz ist Abstiegsplatz. Denn die Leipziger wollen die Saison zu Ende spielen und damit greifen die normalen Liga-Statuten. Es bleibt bei dem, was wir in der ganzen Saison nicht gemacht haben: uns auf sportliche wie Managementfehler anderer zu verlassen.“, so Thorsten Westhoff, Manager der Wuppertal TITANS. „Das haben wir aber keine Sekunde getan. Und damit fangen wir jetzt auch nicht an.“, so Westhoff weiter. Westhoff hatte schon häufig, als es um Kadergröße der TITANS ging, betont, dass sportliche Leistung nur in Kombination mit solider Finanzplanung der Schlüssel zum Erfolg in einer sich professionalisierenden Liga sind.
Auch bei die Spieler der Wuppertal TITANS sehen nach den jüngsten Bekanntmachungen des VC Leipzig den Klassenerhalt nicht gesichert. „Wir werden die Liga nur halten, wenn wir das Spiel gewinnen. Es hat sich nichts geändert. Wir müssen und wollen es sportlich schaffen. Wir schulden den Klassenerhalt neben uns selbst vor allem unseren Partnern und Fans.“, so Peter Lyck-Hansen, drittplatzierter Liga-Topscorer der Wuppertal TITANS. „Wenn ein Team es sportlich nicht schafft, wie der TSV Giesen, dann haben wir unser Ziel erreicht.“ Sicherlich seien finanzielle Aspekte einer Saison überlebenswichtig. „Aber als Sportler und Profi-Spieler geht das, was auf dem Spielfeld passiert und zum Ziel führt, in der Bewertung einfach vor.“
Ob der VCO Berlin am Sonntag mit den Gastgebern auf Augenhöhe sein wird, wie es VCO Trainer Söhnke Hinz einschätzt, wird der Spielverlauf zeigen. „Uns wäre lieb, wenn wir Sonntag gewinnen und der VCO am 21. März, wenn es für uns zu Hause gegen Friedrichshafen geht, die Punkte gegen den TSV Giesen holt.“, so Larsen. Zwar könne man beim derzeitigen Tabellenstand schon sagen, dass die Giesener jedenfalls der erste, sportliche Abstiegskandidat sind. „Aber man sollte den Tag nicht vor dem Abend loben.“
Es bleibe dabei: Sportlich punkten, mit Verstand kopflos spielen und vor heimischem Publikum weiter für den Klassenerhalt kämpfen.
„Wir haben viel geleistet. Wir wollen die Saison jetzt sportlich rund machen. Und am Ende des Tages zufrieden mit uns sein, überzeugte Partner an unserer Seite wissen und begeisterte Fans um uns haben.“, so das Trainer-Management-Gespann Larsen und Westhoff.
Anpfiff am Sonntag um 15:30 Uhr, Einlass ab 14.30 Uhr. Austragungsort ist wie gewohnt die Halle im Bayersportpark, Unten Vorm Steeg. Eine Anfahrtsskizze ist im Internet unter http://www.wuppertal-titans.de/heimspiele/anfahrt.html zu finden.





