Zweite Niederlage der Wuppertal TITANS
Vier Punkte gehen an RWE Volleys
Wuppertal (14. Oktober, nls). Über der gerade begonnenen Saison breitet sich die Schwere der vergangenen aus. Nach dem Fehlstart in Tübingen konnten die TITANS auch am gestrigen Abend in heimischer Kulisse nur eine 0:3 Niederlage für sich verbuchen.
„Wir hatten uns akribisch vorbereitet.“, so Headcoach der Wuppertal TITANS, Jens Larsen. Warum es nicht gelingen wollte, die entwickelte Strategie umzusetzen, konnte Larsen gestern auf der Pressekonferenz nach dem Spiel noch nicht sagen. Feststand für Larsen jedoch: „Es ist nicht optimal, wenn man noch nicht mal in die Nähe eines Satzsieges kommt.“ Der 40 Jährige sieht die Fehler und damit auch die Hauptarbeit allerdings nicht bei den Spielern, sondern konstatiert, dass es Trainerfehler seien, die behoben werden müssen.
Beide Teams traten mit ihrer Strategie an. Teun Buijs, Trainer der RWE Volleys, konnte allerdings mit Fug und Recht sagen, dass „die Taktik aufgegangen“ ist.
Im Vorfeld der Begegnung war sich Larsen zwar nicht sicher, dass das Spiel „schon im Sack“ ist. Aber der Optimismus im gesamten Team bot Anlass genug, von einem Sieg auszugehen.
Doch das diese Annahme möglicherweise nicht aufgehen würde, zeichnete sich bereits mit Beginn des Spiels ab. Die Wuppertal TITANS konnten erst viel zu spät Spielzüge in Punkte für sich verwandeln. Der erste Satz endete mit 15:25 klar für die Bottroper.
„Sicher ist eine Erwartungshaltung nicht gleichbedeutend mit dem Ergebnis.“, so Thorsten Westhoff, Manager der Wuppertal TITANS. Westhoff hatte klar den Sieg als Ziel formuliert. „Aber wenn ein Spiel so holprig läuft, dann rückt jeder Ligapunkt in weite Ferne.“
Der Spielverlauf kippte endgültig, als im zweiten Satz beim Stand von 18:14 die Gastgeber schlicht den Rhythmus ihres Spiels verloren. „Man kann in diesem Stadium eben nicht acht Punkte hintereinander dem Gegner überlassen.“, so Westhoff. Insbesondere Alexander Stein, Mittelblock, und der wohl beste Spieler der Begegnung, Jean Merlin Nziemi, Diagonal, sorgten für das erfolgreiche Überholmanöver der Bottroper. Der Satz endete mit einem Punktestand von 21:25. Im dritten Satz konnten die TITANS 17 Punkte bis zum Satzsieg der Bottroper machen.
„Für den Ablauf des Zusammenspiels, das heute schlecht war, habe ich als Kapitän den Hut auf.“, so Gergely Chowanski, Kapitän und Zuspieler der Wuppertal TITANS. „Das geht also voll auf meine Kappe.“
Zum Zusammenspiel auf dem Feld gehört auch die gegenseitige Motivation. Körpersprache ist hier ein wichtiger Bestandteil. „Eine intensive Körpersprache kann viel bewirken.“, so Nathan Towes, Mittelblocker der Wuppertal TITANS. „Wir haben davon zu wenig gehabt. Wir haben zu wenig gekämpft, hatten eine schlechte Annahme und müssen die einfachen Dinge einfach gut machen.“
Lichtblick ist, dass nach Niederlagen auch Siege kommen. Doch Larsen sieht klar, dass einiges an Arbeit aufgewendet werden muss.
Eine Lücke wird geschlossen, wenn Peter Lyck-Hansen, der sich bis heute von einem Außenbandriss erholt, wieder voll einsatzfähig ist. Ob dies beim nächsten Heimspiel am kommenden Samstag der Fall sein wird, ist derzeit noch offen.
Am 17. Oktober geht es im dritten Spiel der Saison gegen den SCC Berlin. Zu Hause geht es am Samstag in der Halle im Bayer Sportpark um 20.00 Uhr gegen den Drittplatzierten der letzten Saison.
Zusammenfassung des Ergebnisses: 0:3 (15:25, 21:25, 17:25), Spieldauer: 77 Minuten.
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Die Wuppertal Titans sind die Volleyball-Erstbundesligisten der Herren und seit 1992 in der ersten Liga vertreten. Trainiert wird das Team des Erstligisten von Jens Larsen und Sven Dombrowski. Das Management sind der Wuppertaler Unternehmer Thorsten Westhoff, A!B!C Unternehmensgruppe, und der Frankfurter Event- und Sportmanager Thomas Sittler.


