Das Manko bleibt die fehlende Coolness
Froh über die Reise nach Wuppertal und den eingefahrenen Sieg zeigte sich Mark Lebedew, Trainer des VC Franken. „Wir haben stark gekämpft.“, so Lebedew auf der Pressekonferenz nach dem Spiel. „Ich kann Gergely für die Arbeit, die er hier leistet, nur mein Kompliment aussprechen. Und vor allem wünsche ich den TITANS für den Rest der Saison viel Glück.“
Allein Glück wird nicht reichen, den Klassenerhalt zu schaffen. Als Hauptproblem analysiert Chowanski: „Wir machen im Training genau die gleichen Fehler wie im Spiel. Es heißt also: noch härter und konzentrierter arbeiten, Selbstvertrauen aus dem Training mit auf´s Spielfeld nehmen und vor allem die Souveränität. Wenn wir das nicht machen, dann kann man in einem Spiel die Probleme auf dem Feld auch nicht lösen. Adrenalin ist nicht genug.“
TITANS-Manager Thorsten Westhoff übte nur die Kritik der leisen Töne. „Wir müssen nach vorne schauen. Das Ziel ist klar definiert. Umsetzen können es nur die Jungs auf dem Feld.“ Diese hätten optimale Bedingungen. „Aber die müssen auch genutzt werden. Dass ich das erwarte, wissen alle. Sie wollen ja selber was erreichen. Nichtsdestotrotz muss jetzt die Stringenz in der Umsetzung her. Glück kommt dann von alleine.“, so Westhoff.
Der Stammlibero der TITANS, Thilo Späth, musste auf AnnahmeAußen spielen. „Das war keine Umstellung für mich. War ja nichts Neues.“, so Späth. Die Bewertung des Spiels konnte auch bei Späth nicht anders ausfallen, als bei Trainer und Management. „Wir waren im ersten und zweiten Satz nicht da. Im vierten Satz fehlte uns dann das Quäntchen Glück.“
Satz drei hatten die TITANS mit 26:24 für sich entscheiden können. Nach anfänglicher Führung gaben die TITANS zu viele Punkte in Folge ab. Beim Stand von 12:16 sah es nicht so aus, als könnten die Gastgeber den Rückstand aufholen. Doch sie kämpften sich zurück in den Satz und übernahmen wieder die Führung. Dazu taugten insbesondere die 16 Angriffspunkte, die die TITANS holen konnten.
Satz vier gaben die Gastgeber zwar auch wieder mit 30:32 an den VC Franken ab. Wie in Satz drei der Begegnung zeigten die TITANS aber eine streckenweise durchaus souveräne Leistung. Deutlich mehr Gewinnpunkte aus dem Angriff als die Gegner und nur einen Blockpunkt Unterschied. Und trotzdem der Satzverlust.
Es bleibt spannend aber die Mannschaft aus dem Bergischen Land wird alles tun, um die erste Bundesliga zu halten. In der Normalrunde stehen fünf Spiele aus. „Fünf Spiele das sind zehn Punkte.“, so Chowanski. Jedes dieser Spiele könne man gewinnen. Das klinge vielleicht arrogant. Aber was an Leistung möglich sei, habe man schon häufig gezeigt.
In Anbetracht der Tabellen- und Punktesituation bis hin zu den Satzverhältnissen mag diese Einschätzung wirken, als sei da der Wunsch Vater des Gedanken. Aber abgerechnet wird auch in dieser Saison, wie schon in der vergangenen, am Schluss. Die Saison 2008/2009 schlossen die TITANS auf Rang 9 der Tabelle ab.
Das Spiel zusammengefasst: 20:25, 19:25, 26:24, 30:32, 109 Minuten.
Als nächste Begegnungen geht es am 13. Februar auswärts gegen den VC Bad Dürrenberg/Spergau und am 20. Februar zu Hause gegen Königswusterhausen.
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Nina Lemmerz-Sickert, Pressesprecherin
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Die Wuppertal Titans sind die Volleyball-Erstbundesligisten der Herren und seit 1992 in der ersten Liga vertreten. Trainiert wird das Team des Erstligisten von Interims-Spielertrainer Gergely Chowanski. Das Management sind der Wuppertaler Unternehmer Thorsten Westhoff, A!B!C Unternehmensgruppe, und der Frankfurter Event- und Sportmanager Thomas Sittler.


