Haching erwartet mehr Gegenwehr
TITANS können Leistung nicht abrufen
Wuppertal (14. März, nls). Generali Haching hat laut Mihai Paduretu, Trainer der Oberbayern, mehr Gegenwehr von Wuppertal erwartet. „Das Team war nach dem Pokalfinale relativ erschöpft.“, so Paduretu. „Daher haben wir in der vergangenen Woche nur Wellnesstraining gehabt.“ Er habe erwartet, dass Wuppertal genau in diese Kerbe der Erschöpfung schlage.
Doch der Zauber hin zu einem vierten Sieg in der Saison blieb bei der 0:3 Niederlage deutlich aus. „Wenn man bei Punkt 20 im Satz aufhört zu spielen, dann wird das mit einem Sieg eben nichts.“, so Gergely Chowanski, Spielertrainer der Wuppertal TITANS. „Wir haben im ersten und dritten Satz sehr gute Chancen gehabt, das Spiel zu unseren Gunsten zu drehen.“ Aber es sei zu wenig Feuer in der Mannschaft gewesen. „Das ist umso verrückter, wenn man sieht, was die Jungs im Training an Leistung abliefern und wie heiß alle sind, zu spielen.“ Diese Nuss bekomme man vielleicht in den Play-Downs noch geknackt. „Heute Abend ist uns das aber leider nicht gelungen.“, so Chowanski weiter.
Nachdem sich das Team von der Wupper mit den verletzungsbedingten Ausfällen von Oliver Gies, Bänderriss, und Gerrit Zeitler, Rückenprobleme, mit experimentellen Spieleraufstellungen zu positionieren versuchte, konnte der Pokalsieger aus Haching relativ ruhig seinen Sieg erspielen. Casper Munk, AnnahmeAußen der TITANS, hat in dieser Saison nicht viel gespielt. „Ich war deshalb froh, endlich wieder auf´s Feld zu können.“, so Munk, der in dieser Saison mit Erfahrungen aus der dänischen Nationalmannschaft nach Wuppertal kam. „Aber wir machen insgesamt zu viele Fehler. Ich selbst bin mit meiner Leistung nicht zufrieden. Auch ich habe viel zu viele Fehler gemacht.“ Das müsse das Team abstellen, damit es überhaupt zu einer angemessenen Leistung kommen kann.
Klar ist, dass Nathan Toews, kanadischer Mittelblocker der TITANS, auch in der Saison 2010/2011 in Wuppertal bleiben würde. „Ich fühle mich hier sehr wohl und kann mir ein erneutes Engagement hier durchaus vorstellen.“, so Toews.
Thorsten Westhoff, Manager der Wuppertal TITANS, zeigt sich entspannt. „Ich bin selbst ohne konkrete Erwartung vor dem Spiel gewesen. Daher erschüttert mich die erneute Niederlage jetzt nicht.“ Dass die Entwicklung aber nicht die sei, die das Team und auch er sich nicht wünsche, „bedarf nicht der Erwähnung.“. „Wir haben die Play-Downs noch vor uns und wer weiß, was wir da noch erreichen können.“ Thema bleibt in der Liga aus Westhoffs´ Sicht klar die Wettbewerbsverzerrung. „Wenn es Vereine gibt, die weit über ihre finanziellen Möglichkeiten Spieler einkaufen, und das Image der Liga durch wiederholte Insolvenzen nachhaltig schädigen, können diese natürlich dann auch sportlich was anderes auf´s Feld bringen.“ Relevant sei aber die Ausgewogenheit an wirtschaftlicher Solidität und entsprechender sportlicher Qualität.
„Die Spieler haben in Düren und im ersten Play-Down-Spiel die Möglichkeit sich für den April und auch für eine erneute Saison in Wuppertal zu empfehlen.“, so Westhoff. Ende März laufen in Wuppertal die Verträge zunächst aus, wobei diverse Optionen bestehen. „Welche Optionen wir ziehen, entscheiden wir erst kurz vor Toresschluss.“, so Lars Dinglinger, Sportdirektor der Wuppertaler.
Zu Beginn der kommenden Woche wird der Spielplan für die Play-Downs auf Basis der jetzigen Tabellensituation von den Wuppertal TITANS auf deren Internetseite veröffentlicht. Die Wuppertal TITANS werden laut Spielertrainer Chowanski weiter hart arbeiten und versuchen, die Chancen des Klassenerhalts, die die letzte Saisonphase bietet, zu nutzen. „Ich wünsche mir vor allem für die Jungs, dass sie ein paar Kohlen drauf legen können und das Feuer, dass sie haben, nicht mitten in einem Spiel erlöschen lassen.“ Das Team rund um Spielertrainer Chowanski und Manager Westhoff muss es nur schaffen, gute Trainingsleistung in optimale Spielfeldperfomance umzuwandeln. Allem Anschein nach leichter gesagt, als getan. Aber nicht ohne Hoffnung, dass es Klick macht.
Das Spiel zusammengefasst: 0:3 (20:25, 16:25, 21:25), 70 Minuten.
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Die Wuppertal Titans sind die Volleyball-Erstbundesligisten der Herren und seit 1992 in der ersten Liga vertreten. Trainiert wird das Team des Erstligisten von Interims-Spielertrainer Gergely Chowanski. Das Management sind der Wuppertaler Unternehmer Thorsten Westhoff, A!B!C Unternehmensgruppe, und der Frankfurter Event- und Sportmanager Thomas Sittler.


