Elite Mittelblocker wechselt zu TITANS

Team an der Wupper um einen Kanadier reicher – Kader nun vollständig

Wuppertal (18. August, nls). Die Wuppertal TITANS geben mit Nathan Toews (24) den Top-Neuzugang bekannt, mit dem der Kader für die Saison 2009/2010 komplett ist. „Wir sind glücklich, dass wir Nathan für uns gewinnen konnten.“, so Thorsten Westhoff, Manager der Wuppertal TITANS. „Mit Nathan haben wir die Klasse auch im Mittelblock, die wir auf der Position brauchen.“

Der kanadische Nationalspieler bringt bereits internationale Erfahrung mit. Diese hat Toews insbesondere als Nationalspieler in Kanada gesammelt, aber auch in Schweden, wo er zuletzt bei Hylte Volley spielte. Damit ersetzte Toews in der Schwedischen Liga, in der zehn Teams spielen, die internationalen Top-Spieler, die großteils im Ausland spielen.

Allein in der letzten Saison konnte Toews mit Hylte Volley die Bronzemedaille der schwedischen Elitserie gewinnen. Er positionierte sich als bester Mittelblocker der Liga mit 74 Punkteblocks in 18 Spielen. Mit 258 Punkten wurde Toews neuntbester Scorer der Schwedischen Liga insgesamt.

Mit 28 Assen rangiert er auf dem dritten Platz. Bemerkenswert ist seine Trefferquote, die bei 58 Prozent und 156 direkten Punkten liegt. Damit hätte er sich als Mittelblocker in Deutschland in der Saison 2008/2009 auf Platz 2 von 25 bewegt, was die Angriffseffizienz anlangt und wäre damit fünf Plätze besser gewesen, als der ehemalige Stamm-Mittelblocker der TITANS, Dirk Grübler. „Damit hat sich der auch für mich persönlich überraschende Weggang von Grübler als positiv herausgestellt.“, so Westhoff. „Ohne den Weggang hätten wir keinen Ersatz gebraucht. Und jetzt bekommen wir mit Nathan einen, der mehr leistet, mehr Punkte holt und mehr als nur adäquater Ersatz ist.“

 

Mit der kanadischen Nationalmannschaft erreichte Toews in Argentinien im Bolivar Cup den vierten Platz. Der Bolivar Cup ist Turnier in der alljährlichen Serie des World Challenge Club Volleyballl Cup.

Nicht zuletzt aufgrund seiner Erfahrung ist Toews daher nach Einschätzung des Managements und des Trainerstabes in der Lage, sich schnell einzuleben und im Team integrativ zu wirken. „Nathan hat Führungsqualitäten.“, so Jens Larsen, Headcoach der Wuppertal TITANS. „Das heißt, er kann motivieren und mitreißen einerseits, und sich im Team auch auf dem Feld durchsetzen andererseits.“

Die Spielerkarriere des 24-Jährigen ist gesäumt von einer Vielzahl von Erfolgen. Schon 2003 mit 18 Jahren, wurde Toews Jugendnationalspieler. Er ist seit dem Jahr 2005 durchweg viertbester Mittelblocker Kanadas mit einer ständig wachsenden Punktzahl pro für das eigene Team. Von 1,0 Blocks pro Satz bis 1,22 Punkten pro Satz in Kanada. Wie deutlich die Entwicklung von Toews in seinem Spiel ist, zeigt der aktuelle Vergleich: Toews machte durchschnittlich pro Spiel 4,11 Blockpunkte in der vergangenen Saison. Der auf Platz eins der Deutschen Liga für die letzte Saison gelistete Max Günthör brachte es auf durchschnittlich 3,62 Blockpunkte pro Spiel. 

„Toews hat eine Kapazität, die einem dem Atem verschlägt.“, so Westhoff. „Wenn Nathan mit seinen 2 Metern drei dann aber noch seine 3 Meter 61 hoch springt und im Block mit 343 Zentimetern seine normale Leistung abliefert, möchte ich eines nicht: auf der anderen Seite des Spielfeldes stehen.“

Sven Dombrowski, Trainer der Wuppertal TITANS, sieht neben den spielerischen Qualitäten bei Toews noch mehr: „Nathan hat trotz Konzentration auf das eigene Spiel die Fähigkeit, den Gegner zu beobachten. Er merkt sich aus Vorbereitungen schon wahnsinnig viel, ist aber vor allem im Spiel selbst in der Lage, taktische Änderungen oder tagesaktuelle Schwächen des Konkurrenten zu erkennen und prompt für sich und sein Team zu nutzen.“ Dies sei insbesondre Hervorzuheben, da Toews von seinem Alter her noch kein alter Hase sei, bei dem man das ohne weiteres voraussetzen würde.

Volleyball sei eben ein Spiel für Menschen mit Köpfchen, so Westhoff. „Es ist schon erstaunlich, wie die Schnelligkeit des Spiels an taktisches Feingefühl und generelles Spielverständnis intellektuelle Anforderungen an Spieler bedeutet.“

Wertvolle Erfahrungen konnte Toews auch im Trainingscamp für die Qualifizierung zu den Olympischen Spielen 2007/2008 sammeln. Mit der kanadischen Nationalmannschaft arbeitete er an der Qualifikation für die Olympischen Spiele 2008 in Peking. Diese misslang zwar, aber die Intensität des Trainings und das Trainingsniveau waren dem Wettkampf adäquat.

Der junge Kanadier, der in Wort und Schrift auch Deutsch spricht, charakterisiert sich selbst als besonders zielorientiert und vertrauenswürdig. Diese Eigenschaften kann man ihm tatsächlich unterstellen, sieht man sich seinen Werdegang neben dem des professionellen Volleyballspielers an. Mit einem vollen Stipendium der Universität von Manitoba verfolgte Toews das Studium der Psychologie mit Nebenfach Deutsch.

Lebenserfahrung konnte der junge Kanadier durch seine Mitarbeit im elterlichen Bauunternehmen machen.

„Wir können kaum mit einem besseren Gefühl in die neue Saison starten.“, so Westhoff. „Jede Minute, die wir seit dem Spontaneinstieg ins Sportmanagement seit dem vergangenen Jahr, investiert haben, hat sich gelohnt, wenn man sich das Wachstum der Wuppertal TITANS ansieht.“ Das sei nicht nur persönlich ein tolles Erlebnis, sondern vor allem ein Gewinn für den Standort: „Die Entwicklung beim Erstligisten in der gesamten Region soll Spiegelbild sein für den Standort unseres Vereins: Wuppertal. Durch die Professionalisierung der Liga wird Volleyball wir auch zukünftig in allen Medien weiter penetriert werden und damit auch für Partner an Attraktivität stetig hin zu gewinnen.“ Das Team der TITANS freue sich jedenfalls, weiter bundesweit für die Stadt an der Wupper zu werben und den Erfolg mit zu bringen und am Heimatort zu erspielen.

Mehr Informationen zu den Wuppertal TITANS unter www.wuppertal-titans.de

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Die Wuppertal Titans sind die Volleyball-Erstbundesligisten der Herren und seit 1992 in der ersten Liga vertreten. Trainiert wird das Team des Erstligisten von Jens Larsen und Sven Dombrowski. Das Management sind der Wuppertaler Unternehmer Thorsten Westhoff, A!B!C Unternehmensgruppe, und der Frankfurter Event- und Sportmanager Thomas Sittler.