TITANS finden ihren Rhythmus

SCC kann Sieg der Wuppertaler nicht verhindern

Wuppertal (18. Oktober, nls). Es war kein fulminanter Start in die Begegnung mit dem SCC. Nur schleppend kamen die Wuppertal TITANS in den Tritt. Vielfach war die Abwehr im ersten Satz löchrig. Doch mit Beginn des zweiten Satzes, den Headcoach Jens Larsen schon am Dienstag nach dem Spiel gegen Bottrop als entscheidend bezeichnet hatte, wenn man den ersten Satz abgegeben hat, konnten die Wuppertal TITANS das Ruder rumreißen.

Die TITANS fanden ihren Spielrhythmus und ließen sich von da an kaum noch beirren. „Wir hatten eine harte Woche hinter uns.“, so Headcoach Larsen. „Ich möchte der Mannschaft ein großes Kompliment aussprechen. Das Team hat uns Trainern geholfen, dass wir heute so erfolgreich gespielt haben. Und was soll ich sagen: Wir haben einfach gut gespielt. Wir haben das gezeigt, was wir können.“ So müsse es weiter gehen. „Wir werden alle gemeinsam dafür sorgen, dass wir weitere Erfolge feiern können.“ Bei aller Freude dürfe man allerdings nicht vergessen, dass man den ersten Satz deutlich mit 12:25 abgegeben habe. Man sei also nicht in der Lage, die Hände in den Schoß zu legen. „Aber die Mannschaft hat Charakter und gibt viel. Uns Trainern, dem Management und auch unseren Zuschauern, Fans und Partnern.“

Der eingewechselte Thomas Güßgen wurde auf Diagonal eingesetzt. „Er hat auf der Position einen tollen Job gemacht.“, so Larsen.

Andrej Urnaut, Trainer des SCC Berlin, konnte den Wuppertalern nur gratulieren. Bezüglich der Leistung seines Teams war er sprachlos: „Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Wir hätten besser kämpfen müssen.“ Vier Tage nach seinem 39ten Geburtstag muss der Trainer mit seiner Mannschaft die zweite Niederlage in der Saison hinnehmen.

Spieltreiber waren an diesem Samstagabend alle. „Wir haben das hinbekommen, was wir am Dienstag noch diskutiert haben: viel Körpersprache. Damit haben wir uns gegenseitig motiviert und an der ein oder anderen Stelle auch ausgebremst.“, so Nathan Toews, Mittelblocker der TITANS. „Wir haben uns unterm Strich einfach keinen Kopf gemacht, sondern gespielt.“

Der seit Freitag wieder bei den TITANS agierende Gerrit Zeitler war erstaunt, wie gut das Team schon harmoniert. „Solange sind die Jungs ja noch nicht zusammen. Und ich komme dann auch noch neu dazu. Und alles funktioniert. Das ist bemerkenswert.“, so Zeitler, der bei den Wuppertalern auf Annahme/Außen gesetzt ist. Er für seinen Teil sei jedenfalls glücklich, eine gute Leistung abgeliefert zu haben.

Manager Thorsten Westhoff zeigt sich über den Spielverlauf und das Ergebnis hochzufrieden. „Es war genau richtig, soviel Druck als möglich aus der Mannschaft zu nehmen. Ärgern tut man sich ansonsten ja nur, weil man weiß, was die Jungs drauf haben. Ich freue mich daher riesig, dass wir das alle zusammen heute hier erlebt haben.“ Er glaube an die Mannschaft und die Trainer und freue sich auf den weiteren Verlauf. „Es wird vielleicht nicht in jedem Spiel alles gelingen, was gewollt ist. Aber das gehört dazu.“

Der Kapitän der TITANS, Gergely Chowanski, sagt, er habe heute den Hut wieder aufgehabt. „Aber heute kann ich stolz drauf sein, denn wir haben eine tolle Leistung gezeigt.“ Vor allem aber ziehe er seinen Hut vor Merten Krüger, Zuspiel. „Er ist Altersmäßig unser Nesthäkchen, aber in der Teamdynamik und mit seiner Einstellung unser Weiser.“

Einigkeit herrschte in Wuppertal: Den Erfolg des Abends könne man nicht wegdiskutieren. Mit dem Sieg über Berlin habe man jetzt die richtige Stimmung in der Mannschaft. Eine motivierende Stimmung, die beflügelt und zu Konstanz in der Leistung ansteckt.

Die Ergebnisse in Zusammenfassung: 3:2, 12:25, 25:23, 21:25, 25:22, 15:10.

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Die Wuppertal Titans sind die Volleyball-Erstbundesligisten der Herren und seit 1992 in der ersten Liga vertreten. Trainiert wird das Team des Erstligisten von Jens Larsen und Sven Dombrowski. Das Management sind der Wuppertaler Unternehmer Thorsten Westhoff, A!B!C Unternehmensgruppe, und der Frankfurter Event- und Sportmanager Thomas Sittler.