VfB Friedrichshafen gewinnt erwartungsgemäß in Wuppertal
TITANS machen dennoch entscheidenden Schritt nach vorne
Wuppertal (1. November, nls). Zwar ist das Team aus dem Bergischen Land erwartungsgemäß gegen den Deutschen Meister ohne Punkte geblieben. Dennoch konnten die Wuppertaler in der Begegnung zeigen, dass sie zu recht in der ersten Liga sind. In den ersten beiden Sätzen war das Spiel in seinem Verlauf sehr ausgeglichen. „Dass Wuppertal was zu zeigen hat, wusste ich immer.“, so Stelian Moculescu, Trainer der Friedrichshafener Mannschaft auf der sich anschließenden Pressekonferenz.
Insbesondere im zweiten Satz, als die Gastgeber mit 18:16 in Führung lagen, habe man sehen können, warum „man vor Wuppertal immer schon gewarnt“ habe, so Moculescu. Trotz des Verlusts kam Moculescu zu der Bewertung: „Ihr habt gut gespielt. Ihr hattet eine gute Annahme. Aufschlagfehler gab es auf beiden Seiten.“
Die Friedrichshafener mussten durch Aufschlagfehler 23 Punkte abgeben. Die Wuppertaler vergaben durch die gleiche Fehlerart im Gegenzug in der gesamten Partie lediglich 18 Punkte.
Auch der Trainerstab der Wuppertal TITANS zeigt sich mit dem Spielverlauf zufrieden: „Zunächst sind wir froh, dass Peter wieder zurück ist. Er hat heute ein gutes Spiel gemacht.“, so Sven Dombrowski, Trainer der Wuppertal TITANS. „Wir haben heute konstant gespielt. Wir konnten die Spannung halten.“ Dennoch sei das Problem, dass die Mannschaft in engen Situationen noch zu viele Fehler mache und diese im Spiel selbst auch noch nicht individuell korrigieren könne. „Momentan sind andere in engen Situationen noch besser.“, so Dombrowski weiter.
Thorsten Westhoff, Manager der Wuppertal TITANS, zeigt sich hinsichtlich der Mannschaftsentwicklung ebenfalls optimistisch. „Wichtig ist, dass dem Team immer bewusster wird, dass es die Entscheidung über Erfolg oder Misserfolg selbst in der Hand hat.“, so Westhoff. „Ob wir ein Spiel für uns entscheiden können – das kann nicht durch die Trainer, nicht durch mich entschieden werden. Das entscheiden einzig und allein die Jungs auf dem Feld.“ Insoweit könne man nur unterstützen und Leistung abverlangen, aber darüber hinaus nicht gestalten.
Peter Lyck-Hansen, Stammdiagonal der TITANS, zeigte sich nach seinem ersten Spiel nach gut sechs wöchiger Verletzungspause glücklich: „Ich bin sehr froh, dass ich mich mit meinem Spiel wohlfühle und das wieder leisten kann. Ich habe gut in die Mannschaft gefunden und bin glücklich, dass ich wieder in der Lage bin, so ein Spiel zu genießen.“
Der im Sommer erfolgreiche Beacher der Wuppertal TITANS und Annahme/Außen im normalen Ligaspielbetrieb, Oliver Gies, zeigte sich mit gemischten Gefühlen. „Eine Niederlage tut immer weh. Aber wir haben heute gut gekämpft und sind damit auf einem guten Weg.“ Punkte seien im Zweifel bei den vermeintlich Schwächeren zu holen. „Darauf müssen wir uns einstellen.“ Vor allem aber müsse jeder Einzelne aus jedem Spiel etwas für sich mitnehmen. „Nur dann kann jeder für sich reflektieren, wie er sein eigenes Spiel zugunsten des Teams und für den Erfolg ausbauen oder ändern muss.“, so Gies.
Den für die vergangene Woche gewählten Trainingsmodus sehen die Trainer der TITANS auch für die kommende Zeit als den richtigen Weg, sich für weitere Begegnungen zu rüsten. „Wir haben Druck aufgebaut und viel 6:6 gespielt. Es bleibt unser Ziel, die Fehler zu minimieren. Daran werden wir weiter gezielt arbeiten.“ Mehr, als an die Spieler zu appellieren und zu trainieren, könne man nicht machen.
Einig ist man sich im Bergischen Land: Wenn das Team die gegen den Meister gezeigte Spielqualität hält, könne man gegen Bamberg gewinnen und Dürrenberg zu Hause schlagen.
Nächstes Spiel der Wuppertal TITANS wird am 9. November sein. Dann sind die Wuppertaler zu Gast beim VC Franken.
Die Ergebnisse des Spiels zusammengefasst: 0:3, 22:25, 22:25, 18:25, 73 Minuten.
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Die Wuppertal Titans sind die Volleyball-Erstbundesligisten der Herren und seit 1992 in der ersten Liga vertreten. Trainiert wird das Team des Erstligisten von Jens Larsen und Sven Dombrowski. Das Management sind der Wuppertaler Unternehmer Thorsten Westhoff, A!B!C Unternehmensgruppe, und der Frankfurter Event- und Sportmanager Thomas Sittler.


