Westderby in Wuppertal endet zugunsten evivo Düren

TITANS finden zu langsam ins Spiel

Wuppertal (10. Dezember, nls). Dass evivo Düren kein leichter Gegner sein würde, war den Titanen im Bergischen Land klar. „Wir sind auch dieses Mal mit klarer Strategie ins Spiel gegangen.“, so Gergely Chowanski, Interimsspielertrainer der Wuppertal TITANS. „Wir sind nur mit zu vielen Fehlern gestartet. Und wenn ein Christian Dünnes auf der anderen Seite des Netzes steht und sich spontan für einen Schlag entscheidet – dann kann die eigene Taktik ins Wanken geraten.“

In der schleppend beginnenden Partie zogen die Gäste des Mittwochabend schnell davon und konnten den Satz mit 25:15 für sich entscheiden. Dabei war der erste Punkt als Aufschlagfehler der Dürener bei den TITANS gelandet.

Die Verheißung des ersten Punktes für Wuppertal sollte sich im Gesamtergebnis des Spiels nicht niederschlagen. Die Dürener gewannen mit 1:3. Aber das Team aus dem Bergischen Land war emotional voll bei der Sache. Im zweiten Satz, den evivo Düren denkbar knapp in den letzten zwei Ballwechseln mit 23:25 holte, hatten die TITANS voll ihren Kampfesgeist gefunden, der auch im dritten Satz nicht abriss.

Der dritte Satz war hart umkämpft. Aber bei den Dürenern war die Luft ein wenig raus. „Das haben wir uns zunutze gemacht.“, so Chowanski. Der dritte Satz ging mit 25:17 an die Wuppertal TITANS. Zu Beginn des Satzes beim Punktestand 2:0 ereilte den Gastgeber ein weiteres Verletzungspech. Der Youngster der TITANS, Merten Krüger, knickte um und zog sich vermutlich einen Bänderriss zu.

Nathan Toews, Mittelblock der TITANS, war schon zu Beginn der Begegnung mit Rückenproblemen vom Feld gegangen.                                    

„Gut, dass wir dieses Pech so kurz vor Weihnachten haben.“, so Chowanski. „Es stehen noch das Pokalspiel gegen Friedrichshafen an und in der Normalrunde treten wir noch gegen Haching an. Das sind zwei Spiele, in denen wir nichts zu verlieren haben.“ Im Übrigen kämen ja auch einige aus der Verletzungspause zurück, wie Caspar Munk, der ebenfalls wegen eines Bänderrisses aussetzen musste.

Voller Kampfesgeist gingen die TITANS in den vierten und letzten Satz der Begegnung. Infolge einer umstrittenen Schiedsrichterentscheidung zum 3:5 kamen die Dürener emotional ins Spiel zurück. „Die eigenen Fehler hatten wir schnell abstellen können. Wir haben die Taktik umgestellt. Sind ruhiger im Aufschlag und ruhiger in den Angriff gegangen.“, so Sven Anton, Trainer von evivo Düren. „Ein Glück, es hat dieses Mal gereicht.“

Aber es wäre mehr zu holen gewesen. „Wir haben nicht chancenlos verloren.“, so Chowanski.

Die Stimmung in der Mannschaft war trotz des Spielverlusts sehr gut. „Wir haben noch mehr von dem gezeigt, was wir als Team erreichen können.“, so Jesper Jensen, Mittelblocker der TITANS. „Nicht der Block oder der Angriff macht einen Punkt. Ein Team macht Punkte und genau so haben wir heute gespielt.“

Thorsten Westhoff, Manager der Wuppertal TITANS zeigte sich mit dem Spielausgang zufrieden. „Ärgerlich ist nur, dass wir mit vielen Fehlern angefangen haben. Ich glaube, wären wir besser gestartet und von Anfang an den Biss gehabt, dann hätte es vielleicht sogar ein Sieg werden können.“, so Westhoff. Gesehen habe man aber Team- und Kampfesgeist.

Am kommenden Samstag treten die Wuppertal TITANS im Viertelfinale um den Pokal in Friedrichshafen an. Die weite Anreise wird nach den Erwartungen des Teams aus dem Bergischen zwar in Relation zum Spaßfaktor, aber nicht im Verhältnis zu Erfolgschancen stehen.

Die Spielergebnisse zusammengefasst; 1:3 (15:25, 23:25, 25:17, 19:25).

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Die Wuppertal Titans sind die Volleyball-Erstbundesligisten der Herren und seit 1992 in der ersten Liga vertreten. Trainiert wird das Team des Erstligisten von Interims-Spielertrainer Gergely Chowanski. Das Management sind der Wuppertaler Unternehmer Thorsten Westhoff, A!B!C Unternehmensgruppe, und der Frankfurter Event- und Sportmanager Thomas Sittler.